DER FLIEGENDE FINNE - TRIUMPH

Comeback
Mika betritt seine Box, während die Mechaniker ihn skeptisch beäugen. Er ist noch nicht ganz der Alte, doch sobald er ins Cockpit steigt und losfährt, passiert es. „Absolut fantastisch, absolut unglaublich, wow, das ist wunderschön!“, denkt er. Ohne zu zögern, gibt Mika Vollgas. Doch ein Gedanke lässt ihn nicht los: „Was, wenn etwas kaputt geht? Dann krache ich gegen die Mauer! Denk nicht daran, vertrau dem Auto und dem Team.“ Häkkinen ist sofort pfeilschnell. Doch die körperliche Verfassung erweist sich als entscheidend. Es braucht schlicht Zeit, um wieder in Topform zu kommen. Auf das Comeback-Jahr folgt 1997 seine erste Pole-Position und das Rennen in Jerez. Entscheidende Ereignisse führen dazu, dass er den kommenden WELTMEISTER Jacques Villeneuve in der letzten Runde überholt und endlich seinen ersten GRAND PRIX gewinnt!
Alles ist offen
McLaren ist in Topform, Motorenpartner Mercedes verbessert sich, und Mika ist optimistisch. So beginnt das Jahr 1998. Er gewinnt die ersten beiden Rennen sowie den packenden Grossen Preis von Monaco, der als sein größter Sieg gilt. Ferrari ist jedoch stark, angeführt von Michael Schumacher, der ihm dicht auf den Fersen bleibt; beide triumphieren sechsmal und liegen zwei Rennen vor Schluss punktgleich. Am Nürburgring startet Schumacher von P1, sein Teamkollege Eddie Irvine dient als Puffer zwischen den beiden Rivalen. Doch Häkkinen ist blitzschnell, macht seinen Boxenstopp später und landet als Erster wieder auf die Strecke. Der Deutsche lässt nicht locker. Schliesslich gelingt es Mika, einen Vorsprung von sechs Sekunden herauszufahren und mit vier Punkten Vorsprung nach Japan zu reisen. Dort ergattert sich Schumacher die Pole-Position, korrekt? In der Startaufstellung würgt der Ferrari-Pilot seinen Wagen ab und muss vom letzten Platz starten. Häkkinen übernimmt sofort die Führung. Nach einer spektakulären Fahrt liegt Schumacher zur Rennmitte bereits auf dem dritten Platz, wenn auch eine halbe Minute hinter dem führenden McLaren. Ein Reifenschaden am Ferrari besiegelt zuletzt alle Hoffnungen, und der fliegende Finne überquert als Erster die Ziellinie. WELTMEISTERTITEL Nummer eins!
Höhen, Tiefen, Triumph
1999 beginnt turbulent. Nach seinem Ausfall in Melbourne scheidet Mika in Imola als Führenden durch einen Unfall aus. Bis zum Rennen in Silverstone hat sich Häkkinen jedoch wieder nach vorn gekämpft und liegt vor Schumacher. Dieser bricht sich in der ersten Runde des Grossen Preises von Grossbritannien das Bein. Irvine verkürzt nun den Abstand, während Mika drei weitere Ausfälle hinnehmen muss, unter anderem in Monza, wo er ebenfalls in Führung lag. Diesmal sind beide drei Rennen vor Schluss punktgleich. Erneut auf dem Nürburgring, nach einem, gelinde gesagt, chaotischen Rennen, holt Häkkinen zwei Punkte mehr als Irvine. Dann kehrt Schumacher in Malaysia zurück und verhilft seinem Ferrari-Teamkollegen zum Sieg. Zum zweiten Mal in Folge wird der Titel in Japan entschieden. Mika fährt ein fehlerfreies Rennen, triumphiert und holt die sechs verlorenen Punkte zurück. Mika Häkkinen ist zweifacher FORMEL-1-WELTMEISTER!


