MEMOIR STORIES


AYRTON SENNA - DEM LEBEN GEWIDMET



Talent ebnet den Weg, Hingabe erfüllt ihn. Geboren und aufgewachsen in São Paulo, gibt Senna 1979 sein Debüt im internationalen Rennsport. Triumphe im Formel-Rennsport folgen. Er testet vier F1-Wagen. Seine erste Saison bei Toleman beweist sein Können: Drei Podiumsplätze (die einzigen für das britische Team), darunter der legendäre zweite Platz in Monaco an einem verregneten Nachmittag. Der Wechsel zu Lotus im darauffolgenden Jahr erweist sich als Volltreffer. Ayrton meistert den portugiesischen Regen und gewinnt seinen ersten GRAND PRIX.

Mehr als im Rennen glänzt Senna in den Qualifikationsrunden. Seine Bilanz nach vier Saisons ist gut, doch ein Titel fehlt ihm noch. Die goldene Chance bietet sich 1988 mit dem Wechsel zu McLaren, dem besten Auto. Dort trifft er auf den damals siegreichsten Fahrer: Alain Prost. Ein hart umkämpftes Jahr wird in Suzuka entschieden. Senna startet von der Pole-Position, würgt den Motor ab und startet dank des steilen Asphalts wieder; er liegt nun auf Platz 14. Sein fulminantes Comeback führt zum Sieg über Prost. Ayrton Senna wird WELTMEISTER.

Eine Saison später, in Japan, muss Senna gewinnen, um im Titelrennen zu bleiben. Die Rivalität war in den vergangenen zwölf Monaten von enormer Spannung geprägt. In Runde 47 versucht er, den Franzosen zu überholen, doch dieser schliesst ihn die Tür zu. Senna gewinnt, wird aber wegen eines unerlaubten Wiedereinfahrens auf die Strecke disqualifiziert. Das war noch nie vorgekommen. Die Entscheidung wird infrage gestellt. Senna, der bereits in andere Zwischenfälle verwickelt war, wird gefährliches Verhalten vorgeworfen, und der Brasilianer denkt über einen Rücktritt nach. Er bleibt. Prosts Wechsel zu Ferrari im Jahr 1990 verschafft McLaren etwas Erleichterung. Es ist wieder Japan: Senna startet von der Pole-Position, Prost überholt ihn, Senna versucht es innen, es kommt zur Kollision, Senna ist zum zweiten Mal WELTMEISTER. Ein dritter Titel folgt 1991, erneut in Suzuka. Die erbitterte Rivalität war für den Brasilianer vom Wunsch getrieben, die Besten im Motorsport zu schlagen. Nach erfolgslosen zwei Jahren, wechselte er zu Williams. Prost trat 1993 zurück, und seitdem pflegten die beiden einen regen Austausch, wurden Freunde und verbanden, von gegenseitigem Respekt geprägte Beziehung.

Das schicksalhafte Wochenende des GROSSEN PREISES VON SAN MARINO 1994 riss ihn aus dem Leben, doch sein Vermächtnis, seine Leidenschaft und seine Persönlichkeit leben weiter. Senna ist bekannt für seine heldenhaften Fahrten, wie seinen Heimsieg in Interlagos, als er in der Schlussphase im sechsten Gang feststeckte, oder Donington 1993, als er in der ersten Runde im Regen vier Plätze gutmachte und bis auf ein Auto alle überrundete. Neben dem Rennsport war er eine zutiefst menschlicher Person, der seinen Landsleuten mit persönlichen Vorteilen aus seinen Erfolgen half. Das Institut, das seinen Namen trägt, hat Hunderttausenden von Menschen geholfen und zu ihrem Wohlergehen und ihrer Bildung beigetragen.

„Ich glaube daran, dass man, wenn man sich stark auf etwas konzentriert, immer mehr daraus herausholen kann. So war es schon immer in meinem Leben, und es ging immer nur darum, mich zu verbessern, immer mehr zu lernen, und es gibt fast kein Ende. Je weiter man kommt, desto mehr entdeckt man. Es ist sehr interessant, es ist faszinierend.“ – Ayrton Senna